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Zwischen dem „Grünen Venedig“ und dem Erbe der Mönche
Das Marais Poitevin, ganz in unserer Nähe!
Entlang der von Kopfeschen gesäumten Kanäle entfaltet sich das Marais Poitevin als ein Labyrinth aus Grün und Geschichte. Direkt vor den Toren von La Rochelle lädt dieses Feuchtgebiet, das als „Grand Site de France“ ausgezeichnet wurde, zu entspannten Bootstouren, Radausflügen und zur Entdeckung eines jahrhundertealten Kulturerbes ein geprägt von Wasser und Mensch.
Gleich um die Ecke!
Das Marais Poitevin
Von La Rochelle aus sind es nur wenige Kilometer bis zu einer der eindrucksvollsten Landschaften im Westen Frankreichs. Hier trifft der Atlantik auf das Binnenland: Das „nasse“ und das „trockene“ Moor bilden zusammen ein einzigartiges Gebiet, in dem unberührte Natur auf charaktervolle Dörfer trifft.
Wir betonen gerne, dass unsere Küste und das Marais eine harmonische Einheit bilden: Die ruhigen Kanäle sind die perfekte Ergänzung zur dynamischen Meeresstimmung von La Rochelle. Es ist eine Einladung, das Tempo zu drosseln und auf dem Wasser oder mit dem Fahrrad sanft auf Entdeckungsreise zu gehen.
Die vielen Gesichter des Marais Poitevin entdecken
Das nasse Moor – die Seele der „Grünen Venedig“
Das bekannteste Bild: schattige Kanäle, gesäumt von Erlen und Eschen, durchquert von flachen Booten mit langen Stangen. Dieses überschwemmungsgefährdete Gebiet, von Gezeiten und Geschichte geformt, beherbergt eine außergewöhnliche Artenvielfalt: Reiher, Otter, grüne Frösche...
Diese als „Grünes Venedig“ bekannte Landschaft ist nicht rein natürlichen Ursprungs: Bereits im Mittelalter gruben Mönche und Siedler Entwässerungsgräben und pflanzten Bäume zur Uferbefestigung. Im 19. Jahrhundert entstand daraus ein dichtes Netz aus Kanälen und Rinnen, das Transport und Bewässerung ermöglichte.
Auch heute noch entdeckt man das Moor am besten mit einem traditionellen Boot. Geführt von einem Bootsführer gleitet man lautlos durch die Kanäle und erfährt spannende Details über die Region. Mancherorts wird sogar das Naturphänomen „Feuer auf dem Wasser“ vorgeführt – eine flüchtige Flamme, die durch aufsteigende Gase aus dem Moor entsteht. Ein faszinierender Moment!
Das trockene Moor – Kulturland und Heckenlandschaft
Weiter östlich ändert sich das Bild: Die feuchten Wiesen weichen seit dem Mittelalter trockengelegten Flächen, die heute fruchtbares Agrarland sind. Hecken und Hohlwege zeichnen hier eine typische Bocage-Landschaft, die sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden lässt – mitsamt den traditionellen, weißgetünchten Bauernhäusern.
Wasser und Mensch im Wandel: Die Abtei von Maillezais
Über dem Moor erhebt sich die eindrucksvolle Silhouette der Abtei von Maillezais – ein Zeugnis von acht Jahrhunderten Geschichte. Gegründet im 11. Jahrhundert, war sie einst ein bedeutendes spirituelles Zentrum und ein Ort technischer Pionierarbeit: Die Mönche waren es, die mit den ersten Trockenlegungsmaßnahmen begannen und damit das heute noch bestehende Kanalsystem schufen.
Die majestätischen Ruinen kann man auf eigene Faust oder mit Führungen erkunden. Regelmäßig finden hier kulturelle Veranstaltungen statt – Konzerte, Nachtshows und historische Inszenierungen lassen das außergewöhnliche Ensemble lebendig werden.

La Maison de la Baie du Marais poitevin
In Esnandes, direkt bei La Rochelle, bietet das „Maison de la Baie du Marais Poitevin“ einen spannenden Einstieg in die Übergangszone zwischen Meer und Moor. Diese Ausstellung erzählt die Geschichte und das Know-how der Muschelzüchter, die untrennbar mit der Bucht von Aiguillon und ihrer Meereslandschaft verbunden sind.
Gegenüber kann man die befestigte Kirche von Esnandes mit einem Führer besichtigen. Von ihrem begehbaren Dach aus hat man einen einzigartigen Panoramablick auf die Bucht – ein seltener Ausblick, der das Marais in seinen maritimen Zusammenhang stellt.
Ganz in der Nähe lädt die Pointe Saint-Clément zu weiteren Entdeckungen ein: Ein idealer Ort zur Beobachtung von Zugvögeln und um das fragile Gleichgewicht zwischen Meer, Moor und menschlicher Aktivität zu verstehen. Informationen zu Vogelbeobachtungen bietet die LPO (Ligue de Protection des Oiseaux – Vogelschutzliga).


Eine kulinarische Pause
Das Marais Poitevin entdeckt man auch mit dem Gaumen: Auf lokalen Märkten oder in den Restaurants erwarten einen Spezialitäten wie farci poitevin (Gemüse-Kräuter-Terrine), Schnecken mit Knoblauch, Froschschenkel, grillon charentais (herzhafte Pastete) oder der berühmte tourteau fromager (gebackener Käsekuchen). Schlichte, typische und großzügige Gerichte – ideal nach einem Tag in der Natur.
La Rochelle Océan Pass
Denke an den La Rochelle Océan Pass, der mehrere Eintritte im Marais (Maison de la Baie, Bootstouren) enthält und Ermäßigungen für Partneraktivitäten bietet.
Die Anlegestellen des Marais Poitevin
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